Medienbericht
Auch Kosten für Bahngleise zum Fehmarnbelt-Tunnel steigen offenbar deutlich an

Beim Bau des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland steigen offenbar auch die Kosten für die Hinterlandanbindung deutlich an.

    Auf der Baustelle, durch die der Fehmarnbelt-Tunnel verlaufen wird, wurde während eines Festaktes der symbolische, erste Spatenstich gefeiert.
    Den Planungen zufolge soll der Fehmarnbelt-Tunnel ab 2029 die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. (Archivbild) (dpa/Frank Molter)
    Wie das Flensburger Tageblatt berichtete, geht der Bundesrechnungshof für die Gleise zum Tunnel von Kosten über 10,7 Milliarden Euro aus. Im November hatte es nach einer Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses noch geheißen, Bundesverkehrsminister Schnieder erwarte Ausgaben von 8,1 Milliarden Euro. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Ruhe Madsen, CDU, betonte, eine Verdreifachung der Kosten sei untragbar. Auch die Grünen-Haushaltspolitikerin Piechotta forderte, Lösungen für eine wirtschaftlichere Schienenanbindung vorzulegen.
    Den Planungen zufolge soll der Fehmarnbelt-Tunnel ab 2029 die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Kostensteigerungen für den eigentlichen Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels sind bereits bekannt. Zudem liegt die Baumaßnahme laut der Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.