
Wie das Flensburger Tageblatt berichtete, geht der Bundesrechnungshof für die Gleise zum Tunnel von Kosten über 10,7 Milliarden Euro aus. Im November hatte es nach einer Sitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses noch geheißen, Bundesverkehrsminister Schnieder erwarte Ausgaben von 8,1 Milliarden Euro. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Ruhe Madsen, CDU, betonte, eine Verdreifachung der Kosten sei untragbar. Auch die Grünen-Haushaltspolitikerin Piechotta forderte, Lösungen für eine wirtschaftlichere Schienenanbindung vorzulegen.
Den Planungen zufolge soll der Fehmarnbelt-Tunnel ab 2029 die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Kostensteigerungen für den eigentlichen Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels sind bereits bekannt. Zudem liegt die Baumaßnahme laut der Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
