
Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von Menschenmassen, die in Teheran zum Platz der Islamischen Revolution strömten. Ähnliche Aufnahmen gab es auch aus anderen Städten. Erstmals seit Tagen hatte es gestern keine neuen Massenproteste gegen die Regierung gegeben.
Die Internetsperre im Land dauert nach mehr als dreieinhalb Tagen an. Das teilte die Nichtregierungsorganisation Netblocks mit und berief sich dabei auf Messungen. Diese Sperre könne aber über Kurzwellenradio, eine Mobilfunkverbindung in Grenznähe, das Satellitennetzwerk Starlink oder Satellitentelefone umgangen werden.
Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich inzwischen zu einem landesweiten Aufstand entwickelt. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Nach Angaben von Aktivisten sind bislang mehr als 500 Menschen getötet worden, überwiegend Demonstranten.
Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
