Mittwoch, 21. Februar 2024

UDV-Befragung
Auf Deutschlands Straßen geht es offenbar immer aggressiver zu

Auf Deutschlands Straßen geht es nach der Wahrnehmung von Verkehrsteilnehmern zunehmend aggressiver zu. Das ist das Ergebnis einer Befragung, wie die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Berlin mitteilte.

13.11.2023
    Gestellte Aufnahme. Ein Autofahrer zeigt seinen Mittelfinger einem anderen Verkehrsteilnehmer aus dem Fenster eines Autos. Berlin, 13.08.2014. Berlin Deutschland PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xThomasxTrutschelx asked Recording a Motorists shows his Middle finger a others Road users out the Window a Cars Berlin 13 08 2014 Berlin Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright xThomas
    Gestellte Aufnahme Ein Autofahrer zeigt seinen Mittelfinger einem anderen Verkehrsteilnehmer aus de (imago images | photothek)
    In der Befragung des beauftragten Instituts "O.trend" gaben 34 Prozent an, dass sie auf "notorische Linksfahrer" auch mal dicht auffahren, damit diese die Überholspur frei machen - ein Plus von 8 Prozentpunkten zu 2016. 21 Prozent gaben an, dass sie beim Überholen auf der Autobahn auch mal mit Lichthupe und Blinker auf sich aufmerksam machen - ein Plus von neun Prozentpunkten im Vergleich zu 2016. "Drängelt mich die Person hinter mir, trete ich kurz auf die Bremse, um diese zu ärgern" sagten 44 Prozent, dass dies bei ihnen zutrifft - auch hier wurden alle Nennungen außer einem klaren Nein zusammengefasst. 56 Prozent sagten, dass sie schneller fahren als sonst, wenn sie sich ärgern. Rund 31 Prozent gaben zudem an, gelegentlich aufs Gaspedal zu treten, wenn sie überholt werden.
    Unfallforscher Brockmann erklärte, dass es aus seiner Sicht in Deutschland insgesamt einen Trend zu aggressiverem Verhalten gebe - und dass der auch vor dem Verkehr nicht Halt mache. Den Studienangaben zufolge erkennen die meisten Verkehrsteilnehmer Aggression zwar als Problem, den meisten fehle aber das Bewusstsein für die eigene Mitwirkung daran. Selbst- und Fremdwahrnehmung lägen weit auseinander.
    Für die diesjährige Umfrage wurden zwischen dem 2. Juni und 2. Juli deutschlandweit 2002 Menschen ab 18 Jahren befragt. Sie kann als repräsentativ bewertet werden.
    Diese Nachricht wurde am 13.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.