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Aufbruch der Physiker

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft DPG hat auf ihrer Jahrestagung in München überraschend angekündigt, künftig Bachelor- und Master-Studiengänge einzuführen. Seit Jahren hatte die DPG am Diplom für Physiker festgehalten. Der Sinneswandel dürfte auf die politischen Vorgaben zurückzuführen sein, nach dem bis zu Jahr 2011 die internationalen Studienabschlüsse bundesweit gelten sollen.

    Wohl um den Weg zu Bachelor und Master mitgestalten zu können, der vom Bundesbildungsministerium forciert wird, ging die DPG nun mit ihrer Entscheidung in die Offensive. Die Ausbildung zum Physiker in Deutschland ist auch mit Diplom im Ausland sehr anerkannt. Damit sich daran auch mit den neuen Abschlüssen nichts ändert, will die DPG auf jeden Fall an der einjährigen Abschlussarbeit festhalten. Sie soll künftig keine Diplomarbeit sein, sondern eine Master's Thesis werden. Wichtig sei es, die bestehende Qualität zu sichern, erklärt DPG-Präsident Professor Roland Sauerbrei: "Wenn Sie in der Zukunft in Deutschland Innovation haben wollen, dann brauchen sie exzellent ausgebildete Leute und auch mehr, als wir heute ausbilden. Das schaffen Sie nur durch Qualität. In der Physik haben wir in der Vergangenheit für Qualität gesorgt, und wir werden das auch in Zukunft tun."