
Die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft kann im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit Stürmer Folarin Balogun auflaufen. Nachdem der Fußball-Weltverband die Rotsperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt hatte, wies die FIFA nun die Beschwerde des belgischen Verbands ab. Der Antrag der Belgier wurde mit der Begründung für unzulässig erklärt, dass der Verband "nicht Verfahrenspartei sei und somit keine Beschwerdebefugnis gegen die Entscheidung besitze", hieß es in der Entscheidung. Grund dafür ist offenbar, dass die Rote Karte aus einer Partie stammt, an der Belgien nicht beteiligt war.
Der Königliche Belgische Fußballverband hatte die Entscheidung als "direkten Widerspruch" zu den Wettbewerbsbestimmungen bezeichnet und angekündigt, "alle Optionen" zu prüfen.
Kritik von Experten und Funktionären
Mehrere Experten und Funktionäre sprachen zuvor von einer schlechten Entscheidung, die dem Sport schade. Berichten zufolge distanzierten sich auch hochrangige FIFA-Vertreter. DFB-Präsident Neuendorf forderte den Verband auf, den Eindruck einer politischen Einflussnahme auf den Sport rasch und schlüssig auszuräumen. Der europäische Fußballverband UEFA sprach von einer roten Linie, die überschritten worden sei. EU-Sportkommissar Micallef erklärte, derartige Entscheidungen gehörten in die Hände der Sportverbände und nicht der Politik.
Trump bestätigt, sich eingeschaltet zu haben
Trump räumte ein, sich beim Weltfußballverband FIFA eingeschaltet zu haben. Er habe FIFA-Chef Infantino um eine Überprüfung gebeten und das Komitee habe daraufhin die richtige Entscheidung getroffen, sagte Trump. Er habe der FIFA jedoch nicht explizit gesagt, was sie tun solle.
Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
