Filmfestspiele
Aufsichtsrat: Tricia Tuttle bleibt Berlinale-Chefin

Tricia Tuttle bleibt Chefin der Berlinale. Das entschied der Aufsichtsrat der Filmfestspiele nach einer Sondersitzung. Empfohlen wurde des Weiteren die Gründung eines beratenden Gremiums und die Ausarbeitung eines Verhaltenskodexes.

    Tricia Tuttle spricht auf einer Bühne in ein Mikrofon.
    Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle bei der Preisverleihung der unabhängigen Jurys auf der 76. Berlinale im Jahr 2026. (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
    Nach Informationen des Deutschlandfunk Hauptstadtstudios sagte die Leitung der Berlinale zu, die Empfehlungen zu prüfen. Tuttle war nach der diesjährigen Ausgabe des Festivals in die Kritik geraten, weil es zu politischen Bekundungen zum Nahostkonflikt gekommen war, die teilweise als antiisraelisch aufgefasst wurden. Im Raum stand offenbar auch ihre Ablösung. Zahlreiche Filmschaffende solidarisierten sich deshalb mit der Festivalchefin. Tuttle hatte nach einem Gespräch mit Kulturstaatsminister Weimer erklärt, ihr Amt fortführen zu wollen. Zugleich pochte sie auf die Unabhängigkeit in der Programmgestaltung und der institutionellen Leitung.
    Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.