Baden-Württemberg
Auftakt im Prozess um Anschlag auf israelisches Rüstungsunternehmen

Gut fünf Monate nach dem Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm hat dort vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen.

    Stuttgart: Das Eingangsschild hängt vor dem Oberlandesgericht an einem Zaun.
    Prozessauftakt um Anschlag auf israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm (Marijan Murat/dpa)
    Die drei Frauen und zwei Männer sollen im vergangenen September nachts in die Firma eingebrochen sein und dort Inventar in hohem Wert zerstört haben. Sie waren noch am Tatort festgenommen worden.
    Die Angeklagten gehören laut Staatsanwaltschaft zu der pro-palästinensischen Gruppe "Palestine Action". Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, außerdem Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Zum Auftakt des Prozesses kamen zahlreiche Anhänger der Angeklagten in das streng gesicherte Justizgebäude in Stuttgart-Stammheim und äußerten mit Rufen ihre Solidarität.
    "Palestine Action" wurde in Großbritannien im vergangenen Jahr verboten, nachdem Aktivisten in einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten. 
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.