Baden-Württemberg
Auftakt mit Eklat: Prozess um Anschlag auf israelisches Rüstungsunternehmen

Gut fünf Monate nach dem Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm hat vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen.

    Fünf Menschen stehen als Angeklagte im Gerichtssaal. Sie stehen nebeneinander. Auch mehrere Polizisten stehen dabei.
    Prozess um einen Anschlag auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm. (Julian Rettig / dpa / Julian Rettig)
    Die drei Frauen und zwei Männer waren im vergangenen September nachts in die Firma eingebrochen und hatten dort Inventar in hohem Wert zerstört. Sie wurden noch am Tatort festgenommen.
    Die Angeklagten gehören laut der Staatsanwaltschaft zu der pro-palästinensischen Gruppe "Palestine Action". Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Der Prozess begann mit einem Eklat: Nachdem die Anwälte der Angeklagten erfolglos beantragt hatten, dass ihre Klienten nicht hinter Sicherheitsglas sitzen müssen, verließen sie zunächst für zwei Stunden den Sitzungsaal und nahmen später selbst hinter der Glaswand Platz. Die Richterin drohte mit ihrer Entpflichtung und brach die Verhandlung ab. Sie soll in einer Woche fortgeführt werden.
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.