ÖVP, SPÖ und Neos
Ausländer müssen "Hausordnung" einhalten: Koalition in Österreich will Regeln für Asylberechtigte erneut verschärfen

In Österreich hat sich die Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos auf eine weitere Verschärfung der Regeln für Migranten geeinigt.

    Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l-r), NEOS-Bundesparteichefin Beate Meinl-Reisinger, ÖVP-Chef Christian Stocker und SPÖ-Chef Andreas Babler stehen in der Präsidentschaftskanzlei in Wien.
    Drei Mitte-Parteien bilden Koalition in Österreich: ÖVP, SPÖ und Neos. (Carina Karlovits/HBF/dpa)
    Asylberechtigte müssten künftig eine "Werte-Charta" unterschreiben, teilten die Parteien nach einer Klausurtagung mit. Damit verpflichteten sich Migranten zur Achtung des Rechtsstaats und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wer sich nicht an diese Hausordnung halte, müsse mit Sanktionen wie Leistungskürzungen rechnen. Außerdem will Österreichs Regierung mit EU-Partnern daran arbeiten, Rückkehrzentren in Drittstaaten einzurichten.
    Die Dreier-Koalition hat mit schlechten Umfragewerten zu kämpfen. Demoskopen sehen derweil die rechtsgerichtete FPÖ bei fast 40 Prozent. Die nächste Nationalratswahl findet planmäßig 2029 statt.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.