Nahost
Außenminister Wadephul besorgt über Israels Vorrücken im Libanon

Bundesaußenminister Wadephul hat sich besorgt über das Vorrücken der ‌israelischen Armee im ⁠Südlibanon geäußert.

    BundesaußenministerJohann Wadephul im Portrait
    BundesaußenministerJohann Wadephul (picture alliance / dpa / Annette Riedl)
    Eine weitere Eskalation verschärfe die Lage und sorge für neue Fluchtbewegungen, erklärte der CDU-Politiker. Wadephul betonte die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels, forderte aber auch den Schutz der Zivilbevölkerung beim militärischen Vorgehen gegen die Hisbollah. Der Außenminister rief zugleich die pro-iranische Miliz auf, ihre Angriffe auf den Norden Israels einzustellen.
    Auch die britische Außenministerin Cooper forderte ⁠ein ⁠Ende ⁠der israelischen Angriffe ⁠im Libanon. ⁠Die Eskalation habe ‌Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und ​den Raum für Diplomatie eingeschränkt, erklärte sie auf ​der Kurznachrichtenplattform X. ‌Zugleich müsse die Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich entwaffnen. Alle Seiten müssten die ‌Waffenruhe ‌respektieren und ernsthaft verhandeln.

    Israelische Flagge auf der strategisch wichtigen Festung Beaufort

    Zuletzt rückten israelische Truppen so weit in den Libanon vor wie seit 26 Jahren nicht mehr. Dabei eroberten sie eine strategisch wichtige Festung im Süden des Landes.

    Bundesentwicklungsministerin Radovan zu Gesprächen im Libanon

    Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan reist heute für zwei Tage in den Libanon. Sie will dort unter anderem Präsident Aoun treffen sowie Flüchtlingslager besuchen. Die Bundesregierung hatte dem Libanon im März nach dem Beginn des Iran-Kriegs 70 Millionen Euro zur Versorgung von Flüchtlingen bereitgestellt.
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.