Nahost
Außenminister Wadephul erwartet deutsche Beteiligung am "Friedensrat" für den Gaza-Streifen

Bundesaußenminister Wadephul erwartet eine deutsche Beteiligung am internationalen "Friedensrat" für den Gaza-Streifen.

    Rings um das bei israelischen Angriffen stark beschädigte Gebäude der Bank of Palestine in Gaza-Stadt stehen Notunterkünfte aus Zelten.
    Gaza-Stadt im Januar 2026 (picture alliance / Anadolu / Saeed M. M. T. Jaras)
    Deutschland sei bereit, Verantwortung in dieser für den Friedensprozess "wichtigen Einrichtung" zu übernehmen, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Zuvor hatte US-Präsident Trump die Einsetzung des Gremiums bekanntgegeben, das er nach eigenen Angaben selbst leiten wird. Er kündigte an, dessen Mitglieder bald zu präsentieren.
    Laut Trumps 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen soll der Friedensrat die technokratische Übergangsregierung für das Palästinensergebiet beaufsichtigen. Diese traf gestern in Kairo erstmals zusammen. Sie besteht aus 14 palästinensischen Experten, die keine Verbindung zur islamistischen Hamas haben. Das Komitee soll den in weiten Teilen zerstörten Gaza-Streifen vorläufig verwalten und die Grundversorgung organisieren. Seit dem vergangenen Oktober gilt dort eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.
    Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.