Ankara
Außenminister Wadephul nennt Trumps Aussagen bei NATO-Gipfel "irritierend" - Allianz halte aber zusammen

Bundesaußenminister Wadephul hat die Aussagen von US-Präsident Trump beim NATO-Gipfel in Ankara als "irritierend" bezeichnet. Der CDU-Politiker sagte im ARD-Fernsehen, am Ende des Treffens sei Trump aber klar auf der Seite der Verbündeten in Europa gewesen.

    Das Foto zeigt Bundesaußenminister Johann Wadephul, (CDU).
    Bundesaußenminister Johann Wadephul, CDU (picture alliance / AA / photothek.de / Thomas Imo)
    Die Allianz sei stärker als sie je zuvor war. Wadephul fügte hinzu, man erlebe die Amerikaner in allen Stäben und politischen Diskussionen innerhalb der NATO als sehr zuverlässig. Zudem habe die NATO gezeigt, dass sie die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland stark unterstützen könne. Davon zeugten neue Rüstungsprojekte sowie milliardenschwere Militärhilfen.

    Trump: Bin "sehr verärgert"

    Trump hatte die europäischen Verbündeten zu Beginn des Gipfels öffentlich brüskiert und erklärt, er sei "sehr verärgert". Trump beklagte erneut, die Verbündeten hätten den USA im Krieg gegen den Iran die notwendige Unterstützung verweigert. Zudem drohte er Spanien mit dem Abbruch aller Handelsbeziehungen, nachdem die spanische Regierung der US-Armee die Nutzung von Stützpunkten verweigert hatte.
    Trump erneuerte zudem seine Forderung, dass Grönland Teil der USA werden müsse - was die dänische Regierungschefin Frederiksen umgehend zurückwies. Grönland ist Teil von Dänemark, besitzt aber eine weitgehende Autonomie.

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    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.