
Die Sondersitzung war von Frankreich beantragt worden. Die Regierung in Paris reagierte damit auf das jüngste Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon. Wenige Stunden vor Beginn der Sitzung rief Bundesaußenminister Wadephul Israel und die Islamisten-Miliz Hisbollah zu Zurückhaltung auf. Der CDU-Politiker sagte in New York, Israel habe das Recht, sich zu verteidigen. Daher sei die Hisbollah aufgefordert, alle Angriffe auf den Norden Israels sofort einzustellen. Zugleich müsse Israel die Verhältnismäßigkeit wahren und dürfe den Süden des Libanon nicht faktisch unbewohnbar machen, betonte Wadephul.
Der Iran kündigte derweil an, seine indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende der Kampfhandlungen auszusetzen. Die Entscheidung sei wegen der anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim. US-Präsident Trump sagte in Washington, ihm sei von einer Unterbrechung der indirekten Verhandlungen nichts bekannt. Die Gespräche würden fortgesetzt.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
