Besuch im Libanon
Außenminister Wadephul will sich für Nachfolgeeinsatz von UNO-Beobachtermission vor libanesischer Küste einsetzen

Bundesaußenminister Wadephul hat einen Nachfolgeeinsatz für die im kommenden Jahr auslaufende UNO-Beobachtermission Unifil vor der libanesischen Küste vorgeschlagen.

    Johann Wadephul (l, CDU), Bundesminister des Auswärtigen, reicht dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun während eines Treffens im Präsidentenpalast Baabda die Hand.
    Johann Wadephul (l, CDU), Bundesminister des Auswärtigen, reicht dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun während eines Treffens im Präsidentenpalast Baabda die Hand. (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
    Die Stabilität in der Region sei eine Voraussetzung für die Sicherheit in Europa, sagte Wadephul bei einem Besuch der Bundeswehrfregatte "Sachsen-Anhalt", die im Rahmen der UNO-Mission den Seeraum vor der libanesischen Küste überwacht. Die libanesische Regierung habe ihm gegenüber deutlich gemacht, dass sie sich ein weiteres internationales Engagement wünsche, erklärte der CDU-Politiker.
    Wadephul hatte sich zuvor in der Hauptstadt Beirut unter anderem mit dem libanesischen Staatspräsidenten Aoun und dem Ministerpräsidenten Salam getroffen. Der CDU-Politiker rief die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah und Israel auf, die seit einem Jahr geltende Waffenruhe für den Libanon einzuhalten. Dazu müsse sich die israelische Armee aus dem Süden des Landes zurückziehen.
    Diese Nachricht wurde am 31.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.