
Ein herausragendes Ausstellungsstück ist der "Jadekohl" aus der Zeit der Qing-Dynastie, die von der ersten Hälfte des 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in China herrschte. Mit den natürlichen Farben des Jade-Schmucksteins imitiert die Skulptur perfekt das Aussehen eines Chinakohls. Dieser steht nach Angaben der Kuratoren symbolisch für Feinheit und Reinheit des Charakters.
Zu den weiteren Objekten zählen ein Schränkchen aus Sandelholz mit Porzellaneinlagen oder eine meterlange bemalte Rolle, die von einer Reise entlang eines Flusses erzählt. Manche Skulpturen stellen alte Legenden dar, wie die von der Verwandlung eines Karpfens in einen Drachen. Andere Gegenstände dienten profaneren Zwecken, etwa der Aufbewahrung von Schnupftabak.
Das Nationale Palastmuseum in Taipeh beherbergt eine der größten Sammlungen chinesischer Kunst in der Welt. Viele der Exponate waren früher Teil der kaiserlichen Kunstsammlung in der Verbotenen Stadt in Peking. Der chinesische General Tschiang Kai-schek brachte sie nach Taiwan, als er 1949 mit seinen Anhängern vor den Kommunisten vom Festland floh.
Diese Nachricht wurde am 13.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
