Nationales Palastmuseum Taipeh
Ausstellung in Prag zeigt Schätze aus Chinas Kaiserzeit

Im Nationalmuseum in Prag ist eine Ausstellung von Kunstgegenständen aus dem China der Kaiserzeit eröffnet worden. Die Schau mit dem Titel "100 Schätze, 100 Geschichten", zeigt bis zum Ende des Jahres eine Auswahl an Exponaten aus dem Nationalen Palastmuseum in Taipeh in Taiwan. Viele von ihnen sind nur selten im Ausland zu sehen.

    Eine bunt bemalte Fanatsiefigur mit breitem Maul und großen Augen.
    Das Nationalmuseum in Prag zeigt 100 Schätze aus Taiwan (Kamaryt Michal / CTK / dpa)
    Ein herausragendes Ausstellungsstück ist der "Jadekohl" aus der Zeit der Qing-Dynastie, die von der ersten Hälfte des 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in China herrschte. Mit den natürlichen Farben des Jade-Schmucksteins imitiert die Skulptur perfekt das Aussehen eines Chinakohls. Dieser steht nach Angaben der Kuratoren symbolisch für Feinheit und Reinheit des Charakters.
    Zu den weiteren Objekten zählen ein Schränkchen aus Sandelholz mit Porzellaneinlagen oder eine meterlange bemalte Rolle, die von einer Reise entlang eines Flusses erzählt. Manche Skulpturen stellen alte Legenden dar, wie die von der Verwandlung eines Karpfens in einen Drachen. Andere Gegenstände dienten profaneren Zwecken, etwa der Aufbewahrung von Schnupftabak.
    Das Nationale Palastmuseum in Taipeh beherbergt eine der größten Sammlungen chinesischer Kunst in der Welt. Viele der Exponate waren früher Teil der kaiserlichen Kunstsammlung in der Verbotenen Stadt in Peking. Der chinesische General Tschiang Kai-schek brachte sie nach Taiwan, als er 1949 mit seinen Anhängern vor den Kommunisten vom Festland floh.
    Diese Nachricht wurde am 13.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.