Forschungsprojekt
Ausstellung zu zensierten Frauennamen in der Bibel

Eine Ausstellung in Frankfurt am Main zeigt, wie Frauennamen in Bibelübersetzungen zensiert wurden. Im Bibelhaus-Erlebnismuseum werden Ergebnisse eines Forschungsprojekts präsentiert. Theologen und Informatiker entdeckten nach eigenen Angaben, dass bei Abschriften manche Frauennamen zu Männernamen verändert worden seien.

    Ein Buch liegt auf einem Tisch mit der Aufschrift "Holy Bible".
    Eine Bibel in einer Kirche in Atlanta (Symbolbild) (IMAGO / USA TODAY Network / IMAGO / Luke Johnson)
    Als Beispiel nennen die Forschenden die Apostelin Junia, die in manchen Übersetzungen als Junias, also männlich, dargestellt wurde. Den Wissenschaftlern zufolge konnten veränderte Namen von männlich zu weiblich nicht nachgewiesen werden. Das Forschungsteam kommt zu dem Schluss, dass Geschlechterfragen schon immer Teil der Kultur waren.
    Für ihre Untersuchung werteten die Wissenschaftler Hunderttausende altgriechische Textvarianten des Neuen Testaments aus. Mehrere deutsche Universitäten und Hochschulen waren beteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.