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Ausübung des Dirigentenberufs
"Die leibliche Ausrichtung ist sehr wichtig"

Wie sollte ein Dirigent agieren, um in Orchesterproben effizient musikalisches Repertoire zu erarbeiten und in Konzerten würdig aufzuführen? Der Orchestermusiker Julian Ehrhorn hat sich in einem Buch mit diesen Fragen befasst und 155 Empfehlungen aufgeschrieben.

Julian Ehrhorn im Gespräch mit Raoul Mörchen |
    Dirigent Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker
    Gute Körpersprache: Dirigent Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker (dpa/ picture alliance)
    Ein schöner, lebhafter und präziser Klang: Das ist das Ergebnis eines idealen Zusammenspiels zwischen Dirigent und Orchester. Über das gute Gelingen hat sich der Geiger und Dozent Julian Ehrhorn Gedanken gemacht. In seinem Buch "Die Tuttiperspektive" nennt er positive wie negative Beispiele aus der Welt der Dirigenten und spricht am Ende 155 Empfehlungen aus.
    Vor allem die leibliche Präsenz nennt Ehrhorn als wichtige Grundlage für jede Körpersprache eines Dirigenten. Denn: Der innere leibliche Zustand werde in Klang umgesetzt. "Die Weise, wie sie innerlich ausgerichtet sind, hat einen starken Einfluss auf das Klangergebnis", so Ehrhorn. Die Körpersprache pflanze sich quasi auf die Musiker fort. So könne am Ende ein Kommunikationsvorgang entstehen, als dessen Ergebnis dann die Musik erklinge.
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
    "Die Tuttiperspektive": Schott Buch, 19,99 Euro, 228 Seiten
    ISBN: 978-3-95983-557-2