Nepal und China
Auswärtiges Amt: Mehrere Deutsche nach Sturzflut im Himalaya vermisst

​Nach der schweren Sturzflut zwischen Nepal und der ⁠chinesischen autonomen Region Tibet werden mehrere deutsche Staatsangehörige vermisst. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach von einer niedrigen zweistelligen ⁠Zahl. Die deutschen Botschaften in Kathmandu und Peking stünden mit den Familien in engem Kontakt.

    Ein Straßenzug, durch den die Schlammlawine fließt, an den Seiten von Schlamm bedeckte Häuser.
    Auch Deutsche werden nach der Sturzflut in Nepal vermisst. (picture alliance / NurPhoto / Sanjit Pariyar)
    Die Zahl der Todesopfer wird inzwischen in Nepal mit 538 angegeben. 977 Personen werden vermisst. In Tibet sind es bislang fünf bestätigte Todesfälle, dort gibt es 558 Vermisste. Nach Angaben der Internationalen Rotkreuz-Föderation sind insgesamt 93.000 Menschen in beiden Ländern von den Auswirkungen der Sturzflut betroffen. So gebe es nicht nur unzählige Verletzte, sondern auch viele obdachlos gewordene Menschen. Die Förderation gab über ihren Katastrophenfonds 1,2 Millionen Dollar für ‌das nepalesische Rote Kreuz frei.

    Beliebte Wander- und Pilgerregion

    Die betroffene Region gilt als beliebtes Wandergebiet und ist zugleich Ziel von buddhistischen und hinduistischen Pilgern, die über Nepal zum heiligen Berg Kailash in Tibet wollen. Bereits vor einem Jahr hatte eine schwere Flut in dem Gebiet Menschen getötet und eine Brücke zerstört. Laut nepalesischen Medien hatte sich damals im Juli 2025 am Oberlauf des Lhende-Flusses in Tibet ein Gletschersee plötzlich in den Bhotekoshi-Fluss ergossen. 

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Nach Sturzflut im Himalaya: Warnung vor weiteren Überflutungen
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.