Antisemitismus-Vorwürfe
Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Das Auswärtige Amt hat das Goethe-Institut wegen einer Ausstellung mit der palästinensisch-amerikanischen Künstlerin Basma al-Sharif im litauischen Vilnius gerügt. Es dürften bei Veranstaltungen deutscher Mittlerorganisationen keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass die Bundesregierung Antisemitismus und Israel-Hass entschieden ablehnt, hieß es aus dem Ministerium.

    Das Logo des Goethe-Instituts an einer Hauswand in der polnischen Stadt Krakau.
    Das Auswärtige Amt hat das Goethe-Institut gerügt. (picture alliance / NurPhoto / Artur Widak)
    Dem Goethe-Institut sei deutlich gemacht worden, dass eine größere Sorgfalt bei Planung und Konzeption von Veranstaltungen mit Kooperationspartnern notwendig sei. Seitens des Auswärtigen Amtes werde das auch erwartet, hieß es weiter.
    Es geht um die Ausstellung "Glocken und Kanonen - Zeitgenössische Kunst in Zeiten von Militarisierung". Eine Sprecherin des Goethe-Instituts teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, es seien keine Werke antisemitischen Inhalts zu sehen gewesen. Jedoch seien einige Posts auf dem Instagram-Account der Künstlerin nicht mit den Werten des Instituts vereinbar. Konkret wurde die Leugnung des Existenzrechts Israels genannt. Die Posts seien dem Goethe-Institut nicht bekannt gewesen, hieß es weiter. Es wird zu einem Großteil vom Auswärtigen Amt aus Steuermitteln finanziert.
    Zuletzt hatte es wegen Antisemitismusvorwürfen bereits Kontroversen um einen Auftritt von al-Sharif an der Kunstakademie Düsseldorf gegeben. Auch um ihren Beitrag beim Osnabrücker European Media Art Festival gibt es Diskussionen.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.