
Dem Goethe-Institut sei deutlich gemacht worden, dass eine größere Sorgfalt bei Planung und Konzeption von Veranstaltungen mit Kooperationspartnern notwendig sei. Seitens des Auswärtigen Amtes werde das auch erwartet, hieß es weiter. Das Goethe-Institut wird großteils vom Auswärtigen Amt aus Steuermitteln finanziert.
In dem Fall geht um die Ausstellung "Glocken und Kanonen - Zeitgenössische Kunst in Zeiten von Militarisierung" von Mitte Oktober bis Anfang März, eine Kooperation zwischen dem Contemporary Art Centre Vilnius (CAC), dem Goethe-Institut in Vilnius und der Akademie der Künste in Berlin. Al-Sharif war in der Ausstellung mit dem Werk "Deep Sleep" vertreten.
Social Media Posts nicht bekannt gewesen
Nach Angaben des Goethe-Instituts hatte das CAC die Ausstellung kuratiert. Es seien keine Werke antisemitischen Inhalts darin zu sehen gewesen. Doch seien einige Posts auf dem Instagram-Account der Künstlerin nicht mit den Werten des Goethe-Instituts vereinbar, "konkret die Leugnung des Existenzrechts Israels", betonte eine Sprecherin. Die Posts seien dem Goethe-Institut nicht bekannt gewesen. Man bedaure das sehr.
Zuletzt hatte es wegen Antisemitismusvorwürfen bereits Kontroversen um einen Auftritt von al-Sharif an der Kunstakademie Düsseldorf gegeben. Auch um ihren Beitrag beim Osnabrücker European Media Art Festival gibt es Diskussionen.
Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
