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BA-ChefWeise wird neuer Präsident des Bundesamtes für Migration

Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise stellt am 22.04.2015 in Erfurt (Thüringen) ein Programm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vor. Die Initiative vom Land Thüringen und der Arbeitsagentur soll älteren Langzeitarbeitslosen eine auskömmliche, vom Land finanzierte Arbeit verschaffen. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
Frank-Jürgen Weise, der neue Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, wird zusätzlich neuer Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Bundesinnenminister de Maizière teilte in Berlin mit, Weise werde beide Ämter in Personalunion ausüben. Der 63-Jährige sei einer der besten Behördenchefs in Deutschland. Diese Qualitäten seien angesichts der schwierigen Lage beim BAMF derzeit gefordert.

Der CDU-Politiker de Maizière fügte hinzu, Weise habe ohne Bedingungen seine Bereitschaft erklärt, diese große Aufgabe zu übernehmen. Es gehe jetzt darum, beim BAMF rasch die erforderliche Personalaufstockung hinzubekommen und die Verfahren "erheblich zu beschleunigen". De Maizière sagte, es handele sich nicht um eine vorübergehende Maßnahme: "Diese Entscheidung gilt jetzt bis auf Weiteres." Sowohl die Bundesagentur für Arbeit als auch das BAMF haben ihren Sitz in Nürnberg.

Der bisherige Chef des Flüchtlings-Bundesamtes, Manfred Schmidt, war gestern nach eigenen Angaben aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Die Opposition spricht indes von einem Bauernopfer angesichts massiver Kritik an der Behörde und dem zuständigen Innenminister. Ende August stapelten sich beim BAMF 276.000 Anträge von Asylbewerbern. 25 Prozent davon wurden bereits vor mehr als einem Jahr gestellt.

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