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Amazonas-Gebiet
Baerbock und Heil werben für Stopp der Abholzung

Bundesaußenministerin Baerbock und Arbeitsminister Heil haben das Amazonas-Gebiet besucht.

08.06.2023
    Brasilien, Ilha do Combu: Annalena Baerbock und Hubertus Heil halten Kakaofrüchte, während sie sich im Regenwald auf der Insel Combu in Brasilien mit weiblichen Vertretern von örtlichen Kakao-Kooperativen und Frauenorganisationen treffen.
    Bundesaußenminsterin Baerbock und Bundesarbeitsminister Heil in Brasilien (Annette Riedl / dpa / Annette Riedl)
    Die beiden Politiker warben in der brasilianischen Stadt Belém um internationale Unterstützung im Kampf gegen Abholzung und für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Deutschland habe bereits 55 Millionen Euro in den Amazonas-Fonds eingezahlt. Weitere Gelder seien zugesagt. Seit dem Amtsantritt von Präsident Lula da Silva ist die Abholzung im Amazonasgebiet nach Regierungsangaben deutlich gesunken. Die abgeholzte Fläche in der Region sei in den ersten fünf Monaten des Jahres um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen, teilte das Umweltministerium mit. Der Amazonas-Regenwald ist nach Berechnungen der Naturschutzorganisation WWF allerdings schon zu rund 20 Prozent zerstört. Bei 25 Prozent könnte nach Einschätzung von Fachleuten ein Punkt erreicht werden, ab dem sich das Ökosystem nicht mehr erholen würde.
    Außenministerin Baerbock setzt ihre Lateinamerika-Reise heute in Kolumbien fort.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.