
Ein internationales Team von Wissenschaftlern wertete ökologische und paläoökologische Daten zu sieben Bärenarten aus. Die größten landlebenden Raubtiere fressen demnach Beeren, Wurzeln und Gräser sowie auch Insekten, Fische und Säugetiere. Auf diese Weise beeinflussen sie Beutetierbestände, das Wachstum und die Verbreitung von Pflanzen, den Nährstoffkreislauf und den Energiefluss", erklärte der Wissenschaftler Albrecht.
Braunbär stieg vor langer Zeit auf Pflanzennahrung um
Die Forschenden haben unter anderem Knochenmaterial von Braunbären aus naturhistorischen und paläontologischen Sammlungen untersucht. Die Isotopenanalyse fossiler Bärenknochen zeigt den Angaben zufolge, dass etwa der Europäische Braunbär nach der letzten Eiszeit vor circa 12.000 Jahren zunehmend auf pflanzliche Nahrung umgestiegen ist. "Der globale Wandel verändert die Struktur von Nahrungsnetzen an Land und im Wasser grundlegend - mit teils drastischen Folgen für ganze Ökosysteme", sagte Albrecht.
Gerade große Allesfresser an der Spitze der Nahrungskette seien hier interessant. "Wenn sich ihre Rolle im Ökosystem - etwa von Räubern zu Pflanzenfressern - verschiebt, kann das die Struktur ganzer Nahrungsnetze verändern." Wie Allesfresser auf Umweltveränderungen reagieren, könne ein Frühindikator für Umbrüche in Ökosystemen sein.
Diese Nachricht wurde am 12.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
