Tod von Zugbegleiter
Bahnchefin Palla: Mitarbeiter unter Schock

Die ‍Deutsche Bahn will nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters zu einem Sicherheitsgipfel in Berlin einladen. Konzern-Chefin Palla sagte, teilnehmen sollten Vertreter von Bund und Ländern, des Verkehrsministeriums, der Bundespolizei, der Gewerkschaften und aus allen Teilen der Bahnbranche. Es sei jetzt Zeit, zu handeln und Maßnahmen zu ergreifen.

    Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB, steht vor dem neuen ICE L der Deutschen Bahn am Berliner Ostbahnhof.
    Bahnchefin Evelyn Palla (Christoph Soeder / dpa / Christoph Soeder)
    Alle Mitarbeiter bei der Bahn stünden unter Schock, sagte Palla. Kollegen berichteten, dass Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe mittlerweile auf der Tagesordnung ⁠stünden. Das könne so nicht bleiben.

    Verkehrsminister wollen aktiv werden

    Nach dem tödlichen Angriff wollen die Verkehrsminister der Länder über mehr Schutz für Mitarbeiter im Nahverkehr beraten. Das kündigte der Vorsitzende der Ministerkonferenz, Bayerns Verkehrsminister Bernreiter an. Als Gesellschaft könne man diese Gewalt nicht hinnehmen, sagte der CSU-Politiker.
    Geplant sind die Beratungen für den 25. und 26. März in Lindau am Bodensee. Im Gespräch sind mehrere Maßnahmen, unter anderem Bodycams und mehr Sicherheitsleute.
    Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Burkert, hatte von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert - damit nicht ein Mitarbeiter allein im Zug unterwegs sein müsse.
    In Rheinland-Pfalz war am Montagabend ein 36-jähriger Zugbegleiter bei der Fahrkartenkontrolle angegriffen und schwer verletzt worden. Er starb gestern. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.
    Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.