
Man werde bald mit den Vorbereitungen beginnen, kündigte Ministerpräsidentin Frostadottir nach einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Tusk in Warschau an. Island hatte bereits früher EU-Beitrittsverhandlungen geführt, den Antrag aber 2015 zurückgezogen. Hintergrund waren unter anderem Differenzen über die Fischereipolitik und die Sorge vor der Aufgabe souveräner nationaler Rechte. Die Stimmung in der Bevölkerung hatte sich zuletzt aber wieder verändert. Als Gründe gesehen werden unter anderem der russische Angriff auf die Ukraine und US-Präsident Trumps Drohung einer Annexion des benachbarten Grönland.
Island ist bereits über den Europäischen Wirtschaftsraum weitgehend in den EU-Binnenmarkt integriert und seit 2001 auch Vollmitglied des Schengen-Raums.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
