Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Bas kritisiert arbeitnehmerfeindliche Rhetorik als "schädlich", erwähnt Bundeskanzler Merz aber nicht namentlich

Die SPD-Vorsitzende Bas hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt inhaltliche Konsequenzen für die Bundespolitik angekündigt. Bas sagte in Berlin, die Menschen hätten offene Fragen bei Gesundheit, Rente und Pflege.

    Bärbel Bas (SPD), SPD-Parteivorsitzende, gibt im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, eine Pressekonferenz.
    Die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas bezeichnete den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt als Warnung. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Wer ein langes Leben gearbeitet habe, müsse sich auf Sicherheit im Alter verlassen können. Sie betonte, wenn Menschen hörten, dass sie mehr und länger arbeiten sollten, weniger krank sein sollen und es grundsätzlich härter wird, schaffe das Verunsicherung und auch Misstrauen. Diese Rhetorik sei schädlich, betonte Bas. Bundeskanzler Merz hatte vermehrt betont, dass Arbeitnehmer in Deutschland mehr arbeiten müssten und zu häufig krank seien. Bas nannte den Kanzler in ihrer Kritik nicht namentlich.

    Banaszak kritisiert Merz

    Der Grünen-Vorsitzende Banaszak kritisierte Merz. Er sagte, einfach zu glauben, man müsse den Menschen Politik nur besser erklären, halte er für die denkbar falsche Reaktion. Merz und die demokratischen Parteien müssten ihrer Verantwortung gerecht werden.

    Merz: Können nicht zur Tagesordnung übergehen

    Merz selbst zeigte sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt schockiert. Er sagte in Berlin, mit dem gestrigen Tage habe sich nicht nur in Sachsen-Anhalt etwas verändert, sondern in ganz Deutschland.

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    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.