Renaturierung
Bau von Rheinwasserleitung zum Tagebau Hambach hat begonnen - zweitgrößter See Deutschlands soll entstehen

In Nordrhein-Westfalen hat der Bau einer Wasserleitung zur Renaturierung des Braunkohletagebaus im Rheinischen Revier begonnen.

    Braunkohlebagger im Tagebau Hambach, NRW
    Braunkohlebagger im Tagebau Hambach, NRW. (Archivbild) (picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt)
    Über 45 Kilometer soll Wasser aus dem Rhein bei Dormagen zu den Abbaugeländen Hambach und Garzweiler transportiert werden. Dort soll der zweitgrößte See Deutschlands entstehen. Der Energiekonzern RWE verlegt dazu unterirdisch Wasserröhren mit einem Durchmesser von 2,20 Metern. Zugleich wird ein Pumpwerk errichtet. Die Fertigstellung der Transportleitung ist für das Jahr 2030 vorgesehen, die Fertigstellung der Seen wird rund vier Jahrzehnte benötigen. Eine erste Freizeitnutzung des Gewässers dürfte um das Jahr 2040 möglich sein. Die Kohlegewinnung im Tagebau Hambach soll in gut drei Jahren enden, in Garzweiler etwas später.
    Umweltverbände kritisieren die Rheinwasserzuleitungspläne. Unter anderem wird auf Verunreinigungen des Flusswassers verwiesen.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.