Handel
Bauernproteste gegen Mercosur-Abkommen in mehreren Bundesländern - Deutscher Bauernverband fordert weitere Verhandlungen

In mehreren Bundesländern gibt es erneute Proteste von Bauern gegen das EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten in Südamerika.

    Gallin: Traktoren stehen an der Auffahrt zur A24 in Gallin.
    Landwirte protestieren gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen (Philip Dulian / dpa / Philip Dulian)
    Unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen demonstrieren Landwirte an mehreren Autobahn-Auffahrten. Zu Einschränkungen kam es nach Polizeiangaben nicht. Landesbauernverbände hatten sich vorab gegen die Protestaktionen ausgesprochen.
    Der Deutsche Bauernverband forderte weitere Verhandlungen zugunsten der Landwirtschaft. Generalsekretärin Sabet sagte im Deutschlandfunk, auf EU-Ebene müsse noch einmal über strengere Schutzmechanismen und Kontrollen gesprochen werden. Die Bauern befürchten Nachteile für ihre Wettbewerbsfähigkeit durch billigere Importe aus Südamerika. Viele Ökonomen halten die Sorgen der Bauern für überzogen. Die Auswirkungen auf die europäische Landwirtschaft seien gering, hieß es etwa in einer Mitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
    Im Rat der 27 EU-Länder könnte morgen über das Mercosur-Abkommen abgestimmt werden. Da Italien nach erneuten Verhandlungen von seinem Widerstand abgerückt ist, gilt die nötige qualifizierte Mehrheit für das Abkommen als möglich.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.