
Bis zu 100 Studierende der Medizin erhalten demnach ein Stipendium in einem EU-Staat, zum Beispiel in Kroatien oder Österreich. Einer der Hauptvorteile: Die Studiengänge sind dort in der Regel vom Numerus Clausus befreit. Das bedeutet, die Studierenden können auch ohne Abitur-Bestnoten ein Medizinstudium aufnehmen.
Im Gegenzug verpflichteten sie sich, nach Abschluss des Studiums für einen "gewissen Zeitraum" im ländlichen Raum des Freistaats Bayern als Fachärztin oder Facharzt zu arbeiten, sagte Gesundheitsministerin Gerlach (CSU). Dafür erhielten die erfolgreichen Stipendiatinnen und Stipendiaten einen Zuschuss zu den an ausländischen Hochschulen anfallenden Studiengebühren in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Semester.
Noch 77 Stipendien verfügbar
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 23 Plätze bereits vergeben. Demnach könnten noch 77 Personen im Wintersemester 2026/2027 ein gefördertes Studium aufnehmen. Neun Plätze davon seien für angehende Kinder- und Jugendpsychiater reserviert, da es gerade in diesem wichtigen und sensiblen Bereich an Nachwuchs fehle, betonte Gerlach.
Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
