"Interview der Woche"
Bayerns Ministerpräsident Söder für stärkere Einbindung der Bundesländer

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Söder hat eine stärkere Einbindung der Länder bei Entscheidungen der Bundesregierung angemahnt.

    Markus Söder steht im dunklen Anzug auf einer Bühne vor einem leuchtend blauen Hintergrund.
    Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern (imago / steinsiek.ch / Luka Kolanovic)
    Söder sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks mit Blick auf die geplatzte Entlastungsprämie für Arbeitnehmer, er habe von Anfang an auf die Situation der Länder hingewiesen. Einige von ihnen täten sich mit Steuerausfällen "wahnsinnig schwer". Das liege auch an vielen Fehlentscheidungen bestimmter Bundesländer. Trotzdem trage der Bund eine Mitschuld. Er überantworte den Ländern Aufgaben, stelle anfangs etwas Geld dafür in Aussicht, am Ende bleibe die Aufgabe finanziell aber bei den Ländern hängen. Als großen Kostenpunkt bezeichnete Söder die Sozialhilfe. Die Ausgaben etwa für Jugendhilfe und Eingliederungshilfe explodierten, so der CSU-Vorsitzende. Hier brauche es eine Eingrenzung im Rahmen der Sozialstaatsreform. Dann sei es für die Länder und Kommunen auch viel leichter, Steuersenkungen mitzubeschließen.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.