
Die Bayreuther Festspiele seien nie losgelöst gewesen von ihrer Zeit, sagte die Urenkelin des Komponisten und Festspiel-Gründers Richard Wagner. Darum sei das Jubiläum weit mehr als ein Anlass, zu feiern. Ziel müsse es sein, die Tradition ernst zu nehmen, ohne sie zu verklären. Auch Bundeskanzler Merz erinnerte in seinem Grußwort an die dunkle Seite der Festspielgeschichte und auch von Richard Wagner selbst.
Merz dankte den Festspielen, dass die Irritationen um eine zeitweise abgesagte Gedenkveranstaltung für verfolgte jüdische Musiker inzwischen ausgeräumt seien. In diesem Rahmen soll heute der jüdische Publizist Michel Friedman in Bayreuth eine Rede halten. Wagner hatte Friedman erst ein- und dann wieder ausgeladen. Schließlich entschuldigte sie sich bei ihm.
Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
