
Die musikalische Leitung hatte der Dirigent Semyon Bychkov. Der gebürtige Russe, der 1975 in die USA emigrierte, ist unter anderem Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.
Aus der Bundesregierung reiste Kulturstaatsministerin Roth an. Die Grünen-Politikerin hatte jüngst mit dem Vorschlag für Diskussionen gesorgt, dass in Bayreuth nicht nur Wagner-Opern gespielt werden sollten. Nun relativierte sie ihre Aussagen und betonte, über das künstlerische Repertoire auf dem Grünen Hügel entscheide die künstlerische Leitung und nicht die Kulturpolitik. Sie frage sich allerdings, wie in Bayreuth und bei vielen anderen Kulturinstitutionen das Publikum von morgen gewonnen werden könne.
Blume (CSU): "Keine Experimente am Kanon!"
Der bayerische Minister für Wissenschaft und Kunst, Blume, hielte es nach eigenen Worten für falsch, bei den Festspielen auch Werke anderer Komponisten zu aufzuführen. Der CSU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, Jahr für Jahr pilgerten Menschen nach Bayreuth, "weil sie dort in einer musikalischen Extraklasse an dem Ort schlechthin sich Richard Wagners Werk erschließen können". Wer an dieser "einmaligen Melange" etwas ändern wolle, begehe einen "schweren Fehler". Zwar müsse man neue Wege gehen, um auch ein jüngeres Publikum zu erreichen. Doch "Experimente am Kanon" seien dafür nicht der richtige Ansatz, sagte Blume.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
