Arbeitsmarkt
BDA-Chef Kampeter sieht keinen Effekt durch Abschaffung von Minijobs

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA, Kampeter, hat den Vorstoß aus Reihen der Union zur Abschaffung von Minijobs zurückgewiesen.

    Steffen Kampeter steht im Anzug hinter dem Pult der Bundespressekonferenz.
    Steffen Kampeter ist seit 2015 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Seit 1990 saß er für die CDU im Bundestag und war unter der Regierung Merkel parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. (picture alliance / Chris Emil Janssen)
    Kampeter sagte im Deutschlandfunk, er sei nicht der Auffassung, dass man sich als erstes auf den Bereich der Minijobs konzentrieren solle. Hier gehe es um Beschäftigte etwa im Bereich der Gastronomie, die dort niemals in Vollzeit arbeiten würden. Kampeter sagte, die Abschaffung der Minijobs werde voraussichtlich keinen positiven Effekt auf das Wachstum in Deutschland haben.
    Der BDA-Hauptgeschäftsführer forderte stattdessen, den Arbeitskräftemarkt im Baubereich zu aktivieren. Wenn nur die öffentliche Verwaltung wachse und gleichzeitig Industriearbeitsplätze verlorengingen, bringe das den Standort Deutschland nicht voran.
    In Berlin stellen die sogenannten Wirtschaftsweisen heute ihr Jahresgutachten zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor.
    Diese Nachricht wurde am 12.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.