Wirtschaft
BDI fordert, EU-Vorgaben in Deutschland nicht weiter zu bürokratisieren

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Leibinger, sieht die Ursache für zu viel Bürokratie unter anderem in Deutschland selbst.

    Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, spricht beim Tag der deutschen Industrie.
    Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (Archivfoto vom Juni 2025). (Kay Nietfeld/dpa)
    Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte Leibinger, Deutschland übertreibe es oft bei der Umsetzung von EU-Regeln. So habe er an einem konkreten Beispiel erlebt, dass die gleichen europäischen Regeln in Polens Hauptstadt Warschau zu sehr wettbewerbsfähigen Bedingungen geführt hätten, in Freiburg sei dagegen eine für die Wirtschaft unmögliche Situation entstanden. Bei der Ausgestaltung von EU-Richtlinien habe Deutschland durchaus Spielraum. Leibinger forderte, diesen auch zu nutzen.
    Am kommenden Donnerstag treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Dabei soll auch das Thema Bürokratieabbau eine Rolle spielen. Bundeskanzler Merz hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, EU-Richtlinien, die in nationales Recht umgesetzt werden sollen, nicht durch zusätzliche Regeln zu bürokratisieren.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.