US-Zölle
BDI-Präsident Leibinger fordert besonnene Reaktion

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Leibinger, hat die Europäer aufgerufen, im Zollstreit mit den USA an ihrer Linie festzuhalten.

    US-Präsident Donald Trump steht an einem Rednerpult an einem Mikrofon und hält eine Tafel, auf der die Zölle für verschiedene Länder festgehalten sind.
    Die Sonderzölle wurden vom Supreme Court einkassiert. (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Mark Schiefelbein)
    Leibinger sagte im Deutschlandfunk, das bereits mit den USA vereinbarte Zollabkommen sollte im Europaparlament gebilligt werden. Wenn die Vereinbarung jetzt nicht ratifiziert werde, schaffe man zusätzliche Unsicherheit. Man könne ja dann immer noch sehen, ob das Abkommen angewendet werde oder nicht.
    Der SPD-Europaabgeordnete Lange sprach sich dagegen für eine Aussetzung des Abkommens aus. Niemand wisse, ob die Vereinigten Staaten sich überhaupt noch an getroffene Abmachungen halten würden, sagte er zur Begründung.
    Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA, dass die von US-Präsident Trump verhängten Zölle unrechtmäßig sind, hatte dieser neue weltweite Zölle verkündet - erst in Höhe von 10 und dann von 15 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.