Wirtschaft
BDI wirft Bundesregierung Versäumnisse vor, ein Herbst der Reformen werde nicht kommen

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie hat der Bundesregierung vorgeworfen, ihre angekündigten Reformen nicht umsetzen zu können.

    Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, spricht beim Tag der deutschen Industrie.
    Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (Kay Nietfeld/dpa)
    Für drastische Reformen gebe es im Parlament keine Mehrheit, sagte BDI-Chef Leibinger im Deutschlandfunk. Ein Teil der Fraktionen und Ministerien habe weiterhin die kritische Lage der deutschen Wirtschaft nicht erkannt. Sein Vertrauen sei erschüttert, der Herbst der Reformen werde nicht kommen, sagte Leibinger.
    Seiner Einschätzung nach zerbricht zurzeit das deutsche Wirtschaftsmodell. Viele Menschen im Land hätten dies bereits verstanden. Er betonte, Deutschland tue zu wenig und sei zu langsam, um die Kosten und Lasten in der gesamten Wirtschaft zu senken.
    Als wichtigste Maßnahme für die Industrie fordert Leibinger einen drastischen Bürokratieabbau sowohl durch die Regierung als auch in den Unternehmen.
    Diese Nachricht wurde am 13.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.