Deepfake
Beauftragte gegen Kindesmissbrauch Claus fordert wegen Technologiefortschritt schärfere Regeln gegen manipulierte Pornografie

Nach Ansicht der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Claus, erfordert der technische Fortschritt schärfere rechtliche Regelungen gegen Deepfakes und manipulierte Pornografie.

    Die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, gestikuliert bei einer Pressekonferenz.
    Die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus (picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch)
    KI-generierte sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sei eine erschreckende Realität, erklärte sie. Die Technologie entwickele sich rasant, aber Schutzmechanismen und Verantwortlichkeiten hinkten hinterher. Dringend nötig seien klare strafrechtliche Rahmenbedingungen sowie verbindliche Standards für Entwickler und Plattformen. Auch der Direktor der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz, Gutknecht, betonte, man stehe vor einer schwierigen Aufgabe. Man müsse neue und sich derzeit schnell verändernde Phänomene rechtlich einordnen, für die es bislang nur begrenzte Erfahrungswerte gebe.
    In mehreren Staaten laufen derzeit Ermittlungen wegen Deepfakes. Der US-Unternehmer Elon Musk ließ diese Woche eine Vorladung zu einer freiwilligen Anhörung in Frankreich wegen kinderpornografischer Darstellungen in seinem Onlinedienst X vertreichen. Musk erklärte später, die Staatsanwaltschaft sei eine - Zitat - "Marionette linker Nichtregierungsorganisationen“.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.