
Leider ist der Beginn des Schauspiels kaum zu beobachten. Mond und Neptun stehen nur wenige Grad hoch am Himmel und der lichtschwache Planet verschwindet hinter dem hell beleuchteten Mondrand.
Zwischen etwa 1.30 Uhr und 1.50 Uhr ist der Mond dann so weit gewandert, dass Neptun am dunklen Rand wieder auftaucht. Die genauen Zeiten hängen von der Position des Beobachtungsortes ab.
In jedem Fall ist ein lichtstarkes Teleskop und beste Sicht erforderlich, um das Versteckspiel im Sonnensystem beobachten zu können.
Mit bloßem Auge ist eine Bedeckung meist nur dann gut zu sehen, wenn der Mond sich vor Venus, Mars, Jupiter oder Saturn schiebt – und die Sonne weit genug unter dem Horizont steht. Dann lässt sich am dunklen Himmel eindrucksvoll verfolgen, wie der Mond einen Planeten vorübergehend verschwinden lässt.
Von Mitteleuropa aus ist so etwas das nächste Mal am 8. Dezember 2022 zu sehen. Dann bedeckt der Vollmond den Planeten Mars genau am Tag der Opposition – ein Leckerbissen für Himmelsfreunde.
Vielleicht noch schöner wird es am 4. Januar 2025. Dann bedeckt die Mondsichel den Ringplaneten Saturn.
Doch morgen früh schiebt sich der Mond erst einmal vor den Außenposten des Planetensystems, den Neptun.