Politische Rolle von Kirche
Bedford-Strohm widerspricht Klöckner

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, hat die Kritik von Bundestagspräsidentin Klöckner zurückgewiesen.

    Porträt von Julia Klöckner (CDU), Bundestagspräsidentin, während einer Pressekoferenz mit dem Präsidenten des ukrainischen Parlaments Stefantschuk.
    Bundestagspräsidentin Klöckner. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Die CDU-Politikerin hatte den Kirchen vorgehalten, sich zu stark in die Tagespolitik einzumischen. Sie sagte dem TV-Sender Phoenix, diese sollten sich stärker auf die Vermittlung des Glaubens konzentrieren. Eine Stellungnahme zu einem Tempolimit von 120 werde die Menschen nicht in die Kirche bringen.
    Bedford-Strohm sagte dazu, wer Einmischung in die Politik nur dann wertschätze, wenn sie die eigenen politischen Ziele stärke, der habe etwas Grundlegendes am christlichen Glauben missverstanden. Kirchen müssten sich einmischen und würden sich auch heute von niemandem den Mund verbieten lassen.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.