Internes Arbeitspapier
Behindertenbeauftragte von Bund und Ländern warnen vor Kürzungen bei Eingliederungsmaßnahmen

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern haben besorgt auf Vorschläge für Kürzungen bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderungen reagiert.

    Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sitzt bei einem Interview in einem Büro.
    Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen (Archivbild) (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Enthalten sei eine Vielzahl konkreter Maßnahmen ohne jede Abwägung der Auswirkungen für die betroffenen Menschen oder entstehende Folgekosten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Überlegungen ließen weitreichende Einschnitte für die Eingliederungshilfe erwarten und bedrohten das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderungen. Außerdem sei es rechtswidrig, etwa das Mitbestimmungsrecht bei der Auswahl von Kliniken, Wohnformen oder Arbeitsangeboten einzuschränken.
    Die Vorschläge gehen auf ein internes Arbeitspapier des Kanzleramtes zurück, das der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht hatte. Dieses sei in der Bundesregierung noch nicht abgestimmt und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen, teilte Kanzleramtschef Frei mit.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.