Dienstag, 27. Februar 2024

Ecuador
Behörden bestätigen Vogelgrippe-Verdacht auf Galápagos-Inseln

Die Behörden in Ecuador haben einen Vogelgrippe-Verdacht auf den Galápagos-Inseln bestätigt. Nach Berichten über offensichtlich kranke Vögel im nördlichen Teil des Archipels seien nun drei Infektionen mit dem H5N1-Virus festgestellt worden, erklärte der Galápagos-Nationalpark.

21.09.2023
    Insel Genovesa auf Galápagos, Ecuador.
    Vogelgrippe auf den Galápagos-Inseln. (picture alliance/Avalon/Wolfgang Kaehler)
    Zuvor hatte die Leitung des Nationalparks ein Schiff zur Insel Genovesa geschickt, "um Proben zu entnehmen und entsprechende Analysen durchzuführen", wie das Umweltministerium erklärte. Auch auf der Insel Wolf sollten demnach Untersuchungen erfolgen. Besucher wurden angehalten, sich von den kranken Tieren fernzuhalten.

    Galápagos-Inseln zählen zum Weltnaturerbe

    Die UNO-Kulturorganisation Unesco hat die rund 1.000 Kilometer vor dem ecuadorianischen Festland liegenden Galápagos-Inseln aufgrund ihrer einzigartigen Flora und Fauna zum Weltnaturerbe erklärt. Sie beherbergen "etwa 78 endemische Vogelarten, von denen viele zur Nahrungssuche an die Küsten des Festlandes ziehen", erklärte das Umweltministerium.

    Vogelgrippe-Ausbrüche an Pazifikküsten

    Seit Anfang 2023 starben an den Pazifikküsten von Peru, Argentinien, Brasilien und Chile tausend Tiere - darunter Vögel, aber auch Seelöwen - an der Vogelgrippe. Seit Dezember prüfen ecuadorianische Behörden regelmäßig, ob es Ausbrüche auf den Galápagos-Inseln gibt.
    Der Vogelgrippe-Erreger H5N1 befällt vor allem Vögel, kann in seltenen Fällen aber auch auf Säugetiere und Menschen übertragen werden und dann schwere Erkrankungen auslösen. Der Krankheitserreger wurde bereits bei Füchsen und Ottern in Großbritannien, einer Katze in Frankreich und Grizzlybären in den USA nachgewiesen. Bei allen Säugetieren wurde vermutet, dass sie zuvor infizierte Vögel gefressen hatten.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.