Sonderverwaltungszone
Behörden in Hongkong durchsuchen erneut Buchläden - fünf Festnahmen

Die Behörden in Hongkong haben erneut Razzien in Buchläden durchgeführt.

    Polizisten laden beschlagnahmtes Material aus einem Buchladen in Hongkong in ihr Auto.
    Polizisten laden beschlagnahmtes Material aus einem Buchladen in Hongkong in ihr Auto. (AFP / TOMMY WANG)
    Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Polizisten Kisten aus zwei Geschäften trugen. Nach Angaben der Polizei wurden fünf Menschen festgenommen. Sie werden verdächtigt, aufrührerische Literatur verkauft zu haben. Darin werde Hass gegen die Stadtverwaltung sowie die Justiz geschürt, hieß es in einer Mitteilung. Zollmitarbeiter hatten den Angaben zufolge Hinweise an die Polizei gegeben, nachdem sie entsprechende Bücher in einer Lieferung aus Übersee gefunden hatten. Es ist die dritte Razzia gegen Buchläden in diesem Jahr.
    Die Sonderverwaltungszone Hongkong an der Südküste Chinas galt lange als Hort der Meinungsfreiheit. 2019 kam es zu regierungskritischen Protesten, die von den Behörden weitgehend unterdrückt wurden.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.