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Berlin
Bei Gedenken an Luxemburg und Liebknecht: 21 Polizisten verletzt

In Berlin sind bei Ausschreitungen während eines Umzugs zum Gedenken an die Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht 21 Polizisten verletzt worden.

    Menschen halten bei der Demonstration in Berlin Transparente mit den Bildern von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hoch.
    Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
    Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 16 Demonstranten festgenommen. Ein Redner hatte demnach strafbare Parolen auf einem Lautsprecherwagen skandiert, weshalb er von Einsatzkräften vorläufig festgenommen wurde. Daraufhin griffen Teilnehmer die Polizisten an. Diese setzten Pfefferspray ein.
    Insgesamt gedachten in Berlin heute tausende Menschen der Ermordung Liebknechts und Luxemburgs vor 105 Jahren. An der Gedenkstätte der Sozialisten am Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde legten Teilnehmerinnen und Teilnehmer rote Nelken nieder, darunter die beiden Vorsitzenden der Linken, Wissler und Schirdewan.
    Luxemburg und Liebknecht waren am 15. Januar 1919 von Mitgliedern eines Freikorps ermordet worden. So nannte man damals paramilitärische Verbände, die häufig von ehemaligen Weltkriegssoldaten getragen wurden und die Weimarer Republilk bekämpten.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.