
Starten soll die Rettungsmission von einem Atoll in den Marshallinseln im Südpazifik. Mithilfe eines Stargazer-Flugzeugs und einer Pegasus-Rakete soll dann eine Art unbemanntes Schleppraumschiff starten. Dieses Raumschiff soll sich dann dem Forschungssatelliten, dem Neil Gehrels Swift Observatory, nähern und ihn zurück in eine stabile Umlaufbahn befördern.
Geomagnetische Stürme haben Satelliten aus der Bahn geworfen
Seine eigentliche Umlaufbahn hatte das Himmelsobservatorium verlassen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme. Nach Berechnungen von Wissenschaftlern würde der Forschungssatellit ohne ein Eingreifen der NASA wahrscheinlich gegen Ende des Sommers auf die Erde stürzen.
Das Neil Gehrels Swift Observatory war vor über 20 Jahren ins All gestartet. Seitdem untersucht das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum, sogenannte Gammablitze.
Satellit könnte noch fünf Jahre oder mehr arbeiten
Er sei dabei so erfolgreich, dass er inzwischen eine zentrale Rolle in der NASA-Strategie zur Erforschung von flüchtigen und unvorhersagbaren Veränderungen am Himmel spiele, heißt es von der US-Raumfahrtbehörde. Deswegen wurde die ursprünglich nur auf rund zwei Jahre angelegte Mission immer weiter verlängert. Der Satellit, an dem auch Italien und Großbritannien beteiligt sind, ist den Angaben zufolge generell in gutem Zustand.
Wenn alles läuft wie geplant, könnte der derzeit im Energiespar-Modus laufende Satellit ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern - und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge dann möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr.
Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
