Desertifikation
Bekämpfung von Wüstenbildung: UNO-Generalsekretär Guterres mahnt Staatengemeinschaft zum Handeln

UNO-Generalsekretär Guterres hat die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, mehr gegen die Ausbreitung von Wüstengebieten auf der Erde zu tun.

    Trockene Landschaft in Spanien bei Embalse de La Serena, Extremadura
    Wüstenbildung betrifft in Europa unter anderem Spanien. (IMAGO / Westend61 / IMAGO / Albrecht Weißer)
    Es sei dringend nötig, in Renaturierung und Wasserversorgungssicherheit zu investieren, erklärte er anlässlich des heutigen Welttags zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. Guterres hob vor allem die Bedeutung von Weidegebieten hervor. Sie bedeckten die Hälfte der Landfläche der Erde, lieferten lebenswichtige Nahrungsmittel und Fasern. Mehr als zwei Milliarden Menschen sicherten ihren Lebensunterhalt durch Weideflächen. Zudem spielten sie eine entscheidende Rolle als Lebensraum für Wildtiere und als Kohlenstoffsenke. Laut Guterres sind jedoch bis zu fünfzig Prozent des weltweiten Weidelands mittlerweile degradiert oder gefährdet. Die Staaten seien hier gefordert, grenzüberschreitende Lösungen gegen Desertifikation zu entwickeln.
    Bei der Desertifikation verschlechtern sich die Böden in trockenen Regionen dauerhaft. Fruchtbares Land wird unbrauchbar und Wüsten breiten sich aus. Experten zufolge beschleunigt der Klimawandel den Prozess.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.