Geldwäsche-Verdacht
Belgische Justiz ermittelt gegen Überweisungsdienst Wise

Die Staatsanwaltschaft in Belgien hat Berichte bestätigt, nach denen sie wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen den europäischen Zweig des Überweisungsdienstleisters Wise ermittelt.

    Die App des Finanz-Unternehmens Wise im Google-Playstore wird auf dem Bildschirm eines Smartphones angezeigt.
    Mit dem Dienst Wise lässt sich Geld über Ländergrenzen und Währungsräume hinaus verschicken (Archivbild). (IMAGO / imagebroker / Mojahid Mottakin)
    Die Untersuchungen liefen schon seit dem vergangenen Jahr und näherten sich ihrem Ende, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatten Investigativjournalisten mehrerer europäischer Medien berichtet.
    Es geht unter anderem um die Frage, ob Wise verdächtige Überweisungen in großem Stil nicht gemeldet und damit gegen die Anti-Geldwäschegesetze der EU und Belgiens verstoßen hat.
    Wise hat seinen Hauptsitz in London und zählt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 19 Millionen Kunden. Pro Tag wickelt das Unternehmen demnach 4,7 Millionen Transaktionen ab.
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.