Irankrieg
Benzinpreis in Deutschland erreicht erneut Allzeithoch - Debatte über Entlastungen

Die Spritpreise in Deutschland sind weiter gestiegen. Gestern erreichte der Preis für Super E10 nach Angaben des ADAC einen neuen Höchststand. Der Liter kostete im Tagesdurchschnitt fast 2,29 Euro. Das waren 1,3 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für Diesel stieg um 0,8 Cent auf 2,41 Euro pro Liter.

    Treibstoffpreise an einer Tankstelle in Siegen kurz nach 12 Uhr am 15.9.
    Treibstoffpreise an einer Tankstelle in Siegen kurz nach 12 Uhr am 15.9. (IMAGO / Rene Traut)
    Als Gründe für die Entwicklung werden der hohe Preis für Rohöl sowie beschädigte Raffinerien in Kriegsgebieten angegeben. Der Öl-Preis legte angesichts der anhaltenden Spannungen in der Golfregion weiter zu. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent lag heute früh bei 107,5 Dollar, der für die US-Sorte WTI bei 103 Dollar pro Barrel.
    In der Koalition gibt es unterschiedliche Ansichten, wie mit die Regierung mit den hohen Preisen umgehen soll. Die SPD-Energieexpertin Scheer sagte im Deutschlandfunk , man müsse hierzulande den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen. Der Staat solle etwa mehr Anreize bieten für den Kauf von E-Autos. Ein wirksamer Hebel sei zudem eine Senkung der Stromsteuer. Die fossilen Energien nähmen den Menschen sprichwörtlich die Luft zum Atmen. Darüber hinaus sollten die Strukturen der Mineralölkonzerne entflechtet werden, damit keine Übergewinne entstünden.
    Das Bundeswirtschaftsministerium wies Forderungen nach einer Übergewinnsteuer und einem Preisdeckel zurück. Bundesministerin Reiche, CDU, sprach sich stattdessen für Direktzahlungen an Geringverdiener aus.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.