Krankheitserreger
Bericht: Europäische Gewässer mit schlechterer Qualität als von EU-Umweltagentur angegeben

Badegewässer in Europa haben wohl oftmals eine geringere Qualität, als von der EU-Umweltagentur EEA angegeben. Das geht aus einer Analyse des Recherchenetzwerks Correctiv hervor. Die EEA habe in ihrer Bewertung der Gewässer viele Krankheitserreger und chemische Schadstoffe nicht berücksichtigt, obwohl diese nachweisbar seien.

    Pirna: Badegäste stehen im Badesee Birkwitz auf einer Badeinsel.
    Viele Badegewässer sind mit Chemikalien und Krankheitserregern belastet. (Sebastian Kahnert / dpa-Zentralbil / Sebastian Kahnert)
    Laut Correctiv gibt es viele Badestellen an belasteten Gewässern etwa in Italien, Deutschland, Dänemark, Ungarn und Frankreich. Entsprechende Warnungen gebe es aber nicht. Die EU-Umweltagentur erklärte, Grundlage für die Bewertung der Wasserqualität sei eine Richtlinie, die nur zwei Fäkalbakterien berücksichtige.
    Die EEA hatte ihren Bericht zur Wasserqualität im Juni veröffentlicht. Darin hieß es, eine große Mehrheit der Badestellen und Gewässer in Europa verfüge über eine sehr gute Wasserqualität.
    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.