Gesundheitsversorgung
Bericht: "Gesundheitskioske" werden aus Gesetzesentwurf gestrichen

Die Pläne von Gesundheitsminister Lauterbach für sogenannte Gesundheitskioske stehen einem Bericht zufolge vor dem Aus.

14.04.2024
    Das Foto zeigt einen Aufsteller mit bunten Broschüren, auf denen eine freundlich lächelnde Frau abgebildet ist. Es sind Infoblätter des Gesundheitskiosk in Hamburg-Billstedt. Im Hintergrund ist leicht unscharf eine Pflegekraft im blauen Kittel zu sehen.
    Seit 2017 gibt es in Hamburg-Billstedt einen Gesundheitskiosk. (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)
    Das ARD-Hauptstadtstudio meldet, der entsprechende Passus sei aus einem Gesetzesentwurf vollständig gestrichen worden. Hintergrund ist demnach Widerstand aus der FDP.
    Lauterbach hatte die Gesundheitskioske als niedrigschwellige Anlaufstellen zur medizinischen Beratung in ärztlich unterversorgten Gebieten geplant. Pflegefachkräfte sollten dort unter anderem medizinische Routineaufgaben durchführen und Empfehlungen für ärztliche Behandlungen aussprechen. Die FDP befürchtet Doppelstrukturen und eine zusätzliche Belastung der Beitragszahler. Auch Sozialverbände sahen das Projekt kritisch.
    Mit dem geplanten Gesetz soll die ambulante Versorgung gestärkt werden. Zu den weiter vorgesehenen Maßnahmen gehören beispielsweise Änderungen bei der Budgetierung von Hausärzten.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.