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Nahost-Krieg
Bericht über Gewalt am Rande einer Hilfslieferung - Hamas: Mehr als hundert Tote

Aus dem Gazastreifen kommen widersprüchliche Angaben über Gewalt am Rande einer Hilfslieferung.

    Palästinenser kümmern sich um Tote, die in weiße Leinentücher gewickelt sind.
    Nach palästinensischen Angaben schossen israelische Soldaten in eine Menschenmenge als Lastwagen mit Hilfsgütern ankamen. (AFP / -)
    Nach Darstellung der von der militant-islamistischen Hamas kontrollierten Behörden gab es einen israelischen Angriff mit mehr als hundert Todesopfern. Soldaten hätten auf eine Menschenmenge in Gaza-Stadt geschossen, als diese auf Lastwagen mit Hilfsgütern gewartet habe. Es gebe mehr als 700 Verletzte.
    Das israelische Militär wies die Darstellung zurück. Zahlreiche Menschen hätten sich um die einfahrenden Lastwagen gedrängt und versucht, Hilfsgüter zu plündern. Dabei seien im Gedränge Personen verletzt worden. Über gefallene Schüsse habe man keine Kenntnis, hieß es weiter.
    Israelische Medien berichten hingegen, israelische Soldaten, die die Einfuhr der Lastwagen koordinierten, seien bedroht worden. Daraufhin hätten diese auf mehrere Menschen geschossen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
    Diese Nachricht wurde am 29.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.